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Der graue Star (Katarakt)

Beim grauen Star (Katarakt) handelt es sich um eine Eintrübung der Augenlinse. Betroffene sehen die Welt wie durch einen Schleier und leiden unter erhöhter Blendempfindlichkeit. Farben werden blasser und Kontraste schwächer wahrgenommen.

Meistens werden die getrübten Linsenmassen operativ entfernt, sobald die Patienten wegen der Trübungen den Beruf nicht mehr ausüben können oder Kinder in der Schule stark beeinträchtigt sind.

In fast allen Fällen werden heute künstliche Linsen in die im Auge verbleibende Linsenkapsel eingesetzt, mit denen der Patient schon kurz nach der Operation wieder einigermaßen gut sieht. Weil die künstlichen Linsen keine Zoomwirkung haben, braucht der Patient eine leicht Plusbrille (+2,5 dpt) zum Lesen.

Bei Säuglingen, die mit getrübter Linse geboren werden, wird die Entfernung der Katarakt ab der 2. Lebenswoche vorgenommen. Damit haben die Kinder die Chance, eine gute Sehkraft zu entwickeln. Würde die Operation einer weitgehend totalen Trübung erst im Alter von 6 Monaten vorgenommen, so könnte das Kind lediglich eine Sehschärfe von ca. 10 % entwickeln und bliebe erheblich sehbehindert.